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GIGA Forschung
Forschung im GIGA
Die Forschungsarbeit des GIGA hat gegenüber der Forschungsagenda des Deutschen Übersee-Instituts im Rahmen der Restrukturierung 2005 und der Evaluierung 2007 eine grundlegende neue Profilierung erfahren. Die Forschung am GIGA findet innerhalb einer Matrixstruktur statt, die aus vier Regionalinstituten und vier Forschungsschwerpunkten besteht.

Forschungsprofil
Das GIGA ist die größte deutsche Forschungseinrichtung
und einer der größten europäischen Think Tanks zur Erforschung
der Regionen Asiens, des Nahen und Mittleren Ostens, Afrikas und Lateinamerikas
sowie der Nord-Süd-Beziehungen. Es erforscht gleichzeitig die wichtigsten
politischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen für die Regionen
Afrika, Arabische Welt, Asien und Lateinamerika. Im zunehmend enger geknüpften
Netzwerk internationaler Think Tanks kommt ihm zugleich eine besondere Rolle
bei der Fortentwicklung komparativer Regionalstudien zu.
Diesem Zweck dient das vom GIGA initiierte
Regional Powers Network
The Regional Powers Network (RPN), recently established by the GIGA German
Institute of Global and Area Studies, the University of Hamburg, the
University of Oxford , and Centre
d'études et de recherches internationales (CERI), Paris, aims to establish a long-term
research network in the field of international relations and comparative
area studies.
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Am GIGA wird auf Länder und Regionen bezogene Forschung (area studies)
systematisch mit Regionen übergreifender, komparativer Forschung (comparative
area studies) verbunden. Dieser Anspruch wird durch eine zweidimensionale
Organisationsstruktur gewährleistet: Die auf die einzelnen Regionen spezialisierten
Wissenschaftler(innen) sind in vier
Instituten verankert:
- Institute of African Affairs / Institut für Afrika-Studien (IAA)
- Institute of Asian Studies / Institut für Asien-Studien (IAS)
- Institute of Latin American Studies / Institut für Lateinamerika-Studien
(ILAS)
- Institute of Middle East Studies / Institut für Nahost-Studien (IMES)
Gleichzeitig sind die Wissenschaftler(innen) vier
thematisch übergreifenden Forschungsschwerpunkten
(FSP) zugeordnet:
- FSP 1 "Legitimität und Effizienz politischer Systeme"
- FSP 2 "Gewalt und Sicherheit"
- FSP 3 "Sozioökonomische Herausforderungen in der Globalisierung"
- FSP 4 "Macht, Normen und Governance in den internationalen Beziehungen "

Im Verlauf der Globalisierung gewinnt die Untersuchung der
Wechselbeziehungen zwischen Prozessen auf verschiedenen Ebenen gesellschaftlicher
Organisation (d. h. auf der lokalen, nationalen, subregionalen, regionalen/kontinentalen
und globalen Ebene) zunehmend an Bedeutung. Unter Globalisierung wird das rasche
Anwachsen transnationaler Ströme von Waren, Dienstleistungen und Kommunikationsprozessen
verbunden mit neuen Formen der globalen und regionalen Arbeitsteilung und einer
stärkeren Integration von Wirtschaftsräumen verstanden. Wirtschaftliche
und politische Transformationsprozesse, z. B. auf der nationalstaatlichen Ebene,
unterliegen komplexen Einflüssen von regionalen und globalen Veränderungen
und wirken wiederum auf diese zurück. Daher werden am GIGA zwei Untersuchungsansätze
verfolgt: horizontale Vergleiche (komparative Studien) und vertikale Interaktionen
(Mehrebenenanalyse).
Zu den übergeordneten Forschungsleitfragen des GIGA
gehören:
- Warum erzielen Institutionen und Akteure in bestimmten lokalen, nationalen
oder regionalen Kontexten unterschiedliche Ergebnisse im Hinblick auf wirtschaftliche
und politische Transformation sowie auf die Gewährleistung von Sicherheit?
- In welchem Maße sind erfolgreiche Politikmuster auf andere Kontexte
übertragbar?
- Welche Wirkungen haben globale Prozesse auf die regionalen, nationalen
und lokalen Entwicklungen in den Untersuchungsgebieten? (und vice versa)
- Wie wirken Transformationsprozesse in den Beobachtungsregionen des GIGA
auf die OECD-Länder (insbesondere Europa und Deutschland) zurück?
Diese Fragen werden einerseits mit dem Ziel bearbeitet, in
Kooperation mit anderen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene
neues Grundlagenwissen in Rückkoppelung an die aktuelle Theoriediskussion
und den Forschungsstand in den Fachdisziplin zu erarbeiten. Andererseits geht
es darum, in Auseinandersetzung mit den zentralen Politikfeldern zur Orientierung
von Politik beizutragen. Dabei ist die letzte Frage von unmittelbarer Praxisrelevanz
für die Politik in den OECD-Ländern. Forschungsprojekte des GIGA sind
multidisziplinär angelegt, theoriegeleitet und theorieüberprüfend,
sie können auch theoriebildend sein. Empirisch stützt sich die Forschungsarbeit
am GIGA auf die Erschließung von wichtigen, oft nur in den beobachteten
Ländern vorhandenen, häufig landessprachlichen Quellen und auf die
Feldforschung vor Ort. Area studies sind kein Selbstzweck, sie sind die
Voraussetzung für Erkenntnisse über eine Welt, die nicht nach einem
einzigen, westlich inspirierten Modell funktioniert.

Forschungsprojekte in den Instituten
Forschungsprojekte in den Forschungsschwerpunkten (FSP)
Forschungsplan des GIGA
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